Offener Rassismus ist in Deutschland für viele Menschen alltäglich. So zählt der von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterstütze Afrozensus 2020 unzählige Beispiele für rassistische Beleidigungen, Übergriffe und Gewalttaten auf. Enthalten sind auch zahlreiche Daten zu Rassismus in Schulen: 67% der Befragten geben an, aufgrund rassistischer Zuschreibungen schlechter bewertet worden zu sein. Mehr als die Hälfte der Befragten sagt, ihnen wurde abgeraten, einen höheren Bildungsweg anzustreben. Auch rassistische Gewalt und Beleidigungen gehören für viele Betroffene zum Schulalltag. Allerdings erhebt der Afrozensus keinen Anspruch, repräsentativ zu sein. Trotzdem zeigen die Umfragen darin, dass vor allem niederschwelliger Rassismus an Schulen in Deutschland Alltag ist. In der RESPEKT-Reportage trifft Moderator Rainer Maria Jilg Menschen, die Rassismus erlebt haben und erleben und sich dagegen wehren wollen, zum Beispiel den TikToker Karim Jamal. Er hat in seiner Schulzeit immer wieder Erfahrungen mit Diskriminierung machen müssen. In kurzen Videos macht er sich heute einerseits lustig über Lehrkräfte, die Kinder und Jugendliche wegen ihres Namens vermeintlich witzig diskriminieren. Andererseits zeigen seine Kurzvideos aber auch schonungslos den bitteren Ernst. Egal, ob aus Unwissenheit oder Unbedachtsamkeit diskriminiert wird und auch wenn es vielleicht nicht böswillig gemeint ist – die Wirkung auf die betroffenen Kinder und Jugendlichen ist desaströs. Gleiches erzählt Sandrine Kunis. Sie ging auf eine französische Privatschule. Dort hat sie zwar kaum Erfahrungen mit rassistischer Diskriminierung machen müssen. Heute aber berät sie Opfer rassistischer Diskriminierung und hat auch durch ihren Beruf Einblick in den Alltag nicht-deutsch gelesener Schülerinnen und Schüler. Die Folgen der täglichen Diskriminierung sind nicht nur weniger Erfolg in der Schule und damit deutlich weniger Chancen im weiteren Berufsleben, sondern auch viele psychische Probleme. Im Gespräch mit dem Diskriminierungsforscher Prof. Karim Fereidooni erfährt Moderator Rainer Maria Jilg abschließend, dass zudem rassistische Darstellungen in Schulbüchern immer noch ein Problem sind. © Bayerischer Rundfunk 2022 Mehr Informationen unter: www.br.de/respekt
Bundesschülerkonferenz hat neues Bundessekretariat
Bundesschülerkonferenz (BSK) – Turnusmäßige Wahl und Neubesetzung des Bundessekretariats: Wiebke Maibaum (Generalsekretärin), Till Friese (Finanzen), Nedjmije Bajrami (Inneres), Federico Ciullo (Presse und Öffentlichkeitsarbeit) Die Bundesschülerkonferenz (BSK), als ständige Konferenz der Landesschüler*innenvertretungen, hat ein neues Bundessekretariat gewählt: Im Rahmen der Plenartagung der BSK Ende November haben die Delegierten der 13 Mitgliedsländer das BSKBundessekretariat in die neue Legislaturperiode 2022/2023 entsendet. Neues Bundessekretariat bedankt sich für wertvolles ehrenamtliches Engagement der Vorgänger*innen Wiebke Maibaum ist die neue Generalsekretärin und löst somit Oliver Sachsze im Amt ab. Die Fachkoordination der einzelnen Referate haben Till Friese (Finanzen), Nedjmije Bajrami (Inneres) und Federico Ciullo (Presse und Öffentlichkeitsarbeit) übernommen. Das neue Bundessekretariat bedankte sich bei den bisherigen Amtsinhaber*innen für das wertvolle ehrenamtliche Engagement und vor allem für die Schüler*innenvertretung auf Bundesebene. Sie wünschen ihnen alles Gute nach ihren erfolgreichen Schulabschlüssen.Die frisch gewählten Mitglieder des Bundessekretariats haben ihre Arbeit für die Legislaturperiode 2022/2023 unverzüglich nach ihrer Wahl aufgenommen. „Mir ist es besonders wichtig, dass die Bundesschülerkonferenz ihr volles Potenzial nutzt, um das Beste für die Schüler*innenschaft zu erreichen“, sagt Wiebke Maibaum, ehrenamtliche Generalsekretärin der BSK. „Schule vermittelt mehr als nur die bekannten Fächer, Schule ist die Vorklasse fürs Leben. Deswegen braucht es eine starke Bildungspolitik, denn ohne gute Lernbedingungen sind die Kinder von heute nicht bereit für das Leben von morgen“, bekräftigt Federico Ciullo, ehrenamtlicher Fachkoordinator für Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Bundesweites Bildungsengagement weiter stärken Die Stiftung Bildung begrüßt die vielfältige und paritätische Besetzung innerhalb des neuen Bundessekretariats der BSK. Als Trägerin des dazugehörigen Organisationsbüros ist es ihr ein großes Anliegen, das bundesweite Bildungsengagement im Rahmen ihrer Arbeit zu stärken und Kinder und Jugendliche zu befähigen, für sich selbst einzutreten. Deshalb wird sich die Stiftung Bildung gemeinsam mit der BSK weiterhin für eine Fortführung deren Bundesförderung einsetzen, ebenso wie für die Förderungen der vier weiteren Bundesbildungsengagementstrukturen Bundeselternrat (BER), Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (BEVKi), Bundesverband der Kita- und Schulfördervereine (BSFV) und Stiftung Bildung mit der Gesamtfördersumme im Bundeshaushalt von 5 Millionen Euro. Hintergrund Die Bundesschülerkonferenz wurde 2004 als ständige Konferenz der Landesschüler*innenvertretungen in der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Sie behandelt Angelegenheiten der Bildungspolitik von überregionaler Bedeutung mit dem Ziel einer gemeinsamen Meinungs- und Willensbildung sowie der Vertretung gemeinsamer Anliegen. Die BSK ist überparteilich und überkonfessionell. Sie sorgt für die gegenseitige Unterrichtung und den Erfahrungsaustausch zwischen ihren Mitgliedsländern und tritt fördernd für die Mitbestimmung der Schüler*innen Deutschlands im Schulwesen ein. Sie hält enge Kontakte zu den zuständigen Behörden, Institutionen und Verbänden. Da die BSK ohne eigene Rechtsform keine Fördermittel selbst verarbeiten kann, braucht sie eine Trägerin und die Landesschüler*innenvertrungen haben sich einstimmig für die spendenfinanzierte Stiftung Bildung als Trägerin entschieden. Bei ihr in Berlin ist das neue BSK-Organisationsbüro angesiedelt und für Fragen sowie Organisatorisches erreichbar, damit sich die Schüler*innen ganz auf ihre inhaltlichen Aufgaben konzentrieren können. Pressekontakt: Britta Ridderskampbskbuero@stiftungbildung.orgTel.: 030 57701 0778
Federico Ciullo von der Carl-Orff-Schule Dießen spricht für Bayerns Schüler
Federico Ciullo von der Dießener Carl-Orff-Schule vertritt die Mittelschulen im Landesschülerrat. Über sich selbst sagt er, er sei jemand, der etwas bewegen will. Von Sibylle Reiter (PAYWALL)https://www.augsburger-allgemeine.de/ammersee/ammersee-federico-ciullo-von-der-carl-orff-schule-diessen-spricht-fuer-bayerns-schueler-id61842971.html